Die Junge Union (JU) Waldeck-Frankenberg spricht sich ausdrücklich gegen die im Koalitionsvertrag vorgesehene Lockerung der Notenpflicht aus. Darin heißt es, dass es einzelnen Schulen in ihrer Ausgestaltung der Beurteilung freisteht, dies in Ziffernoten oder in Textform durchzuführen; vorab müssten allerdings Schulgremien dieser Änderung zustimmen.

Auch der Vorsitzende der jungen Christdemokraten, Jannik Schwebel-Schmitt, sieht diese Absichtserklärung der schwarz-grünen Landesregierung kritisch: „Transparenz und Leistungsgerechtigkeit funktionieren eben nicht durch Zeugnisse in Form von „schwammigen“ Gutachten. Die Abkehr von einst konservativer Bildungspolitik zu diesen linken Modellversuchen bestürzt mich zutiefst.“

Vor allem die Bundesländer, die alternative Leistungsbeurteilungen vornehmen und die Ausgestaltung ihres Unterrichts auf reformpädagogischen Elementen aufbauen, schneiden im jüngsten Bildungsmonitor schlecht ab. Die JU Waldeck-Frankenberg glaubt, dass durch die Abschaffung von Noten hessische Schülerinnern und Schüler nicht mehr den gleichen Leistungsansporn haben und sich nicht mehr richtig einschätzen können. So würde keine adäquate Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt erfolgen, denn hier gelte nach wie vor der Grundsatz „Leistung lohnt sich“. Ehrliche Evaluationen gehören auch in der Berufswelt zum Alltag.

„Gerade von unseren Landtagsabgeordneten aus Waldeck-Frankenberg, die beide in den Verhandlungsgruppen tätig waren, hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Erneuerung, Aufbruch und Weiterentwicklung ist auch an Hessens Schulen wichtig, z.B. bei Fragen der Digitalisierung, aber eben nicht bei der Abkehr von Noten und damit der Leistungsorientierung“, so die Nachwuchspolitiker abschließend.

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